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  Lexikon CD-Herstellung
 
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Blue Book CD-Format von 1995 – auch CD Extra genannt
Dieses Format unterstützt neben den Musikdaten einer Audio-CD auch eine Datenpartition.
Booklet CD- oder DVD Einlage
Hierbei handelt es sich um die aufwendigere Form eines Text- hefts in gefalteter Form, das im klappbaren Teil der Jewelbox vorn eingeschoben wird. Das CD-Booklet kann 4 bis 32-seitig sein.
CD Compact Disc
CD-Audio Compact Disc Recordable mit GEMA-Stempel
Die Spezifikationen entsprechen denen einer normaler CD-R. Sie haben zusätzlich eine Art Stempel der Gema. Die Gema ist eine Vereinigung, die für Musiher Honorare eíntreibt, sobald deren Songs in der Öffentlichkeit gespielt werden. Das gilt auch für diese Audio-CDs. Ihre Hersteller müssen wegen des Stempels eine Abgabe an die Gema zahlen. Vorteil für die Käufer: Sie können legal und guten Gewissens auf diese leere CD eine Original-Musik-CD oder einzelne Titel überspielen. Die Gema und damit die Musiker werden dafür bereíts beím Kauf des Rohlings entschädigt. Nachteil: Der Rohlìng ist teurer.
CD-Formate Unterschiedliche CD-Formate
Bei den CDs unterscheidet man verschiedene Formate, die in den sogenannten Bunten Büchern festgelegt sind. Diese sind aufeinander aufgebaut. Je nach Anforderung (Musik, Daten, Video, Bilder, Lesegeschwindigkeit) benötigt man unterschiedlich viel Speicherplatz für Fehlerkorrektur, Inhaltsverzeichnis, Verwaltung, Synchronisation, usw. Dieser Platz wird von den ursprünglich zur Verfügung stehenden 2352 Bytes/Sektor Nutzdaten abgezogen.
CD-Herstellung CD-ROM Herstellung durch eine sogenannte Pressung
Dem Grundmaterial Polycarbonat, welches in Granulatform vorliegt, wird in einem Trockner die Restfeuchtigkeit entzogen, bevor es auf die einzelnen Spritzgussmaschinen verteilt wird. Das Granulat wird dann erwärmt und in das, aus dem gefertigten Glasmaster hergestellte Werkzeug eingespritzt. Nun wird dieser noch durchsichtige Rohling extrem schnell abgekühlt. Alle Informationen, in Form von Erhöhungen und Vertiefungen, befinden sich bereits jetzt auf der CD. Da später diese Informationen über einen Laser ausgelesen werden, muss noch eine reflektierende Schicht auf die CD gebracht werden. Dazu kommt die CD in eine Sputteranlage und wird zum Beispiel mit Aluminium beschichtet. Danach wird diese empfindliche Schicht im sogenannten Belacker im Schleuderverfahren mit einem UV-Lack versiegelt der dann im UV-Licht schnell aushärtet. Das entstandene Ergebnis wird dann optisch auf die Qualität hin überprüft bevor es weiter zur Bedruckung geht. Dort angekommen, wird die CD im Sieb- oder im Offsetdruckverfahren Schicht für Schicht mit einer UV-empfindlichen Farbe bedruckt. Diese wird dann sehr schnell unter UV-Licht getrocknet. Der letzte Arbeitgang ist dann die Konfektionierung, wo auf Kundenwunsch die Drucksachen, die CD und die Jewelbox (oder Papiertüten, oder Kartonstecktasche, etc.) maschinell zusammengeführt und eingeschweißt werden.
CD-I CD-Format von 1986 für den CD-I Standard = Compact Disc Interactiv (auch als Green Book bekannt)
Dieser Standard ist mehr als ein normales CD-Format: Es ist die komplette Spezifikation für ein interaktives Format, das aus Hard- und Software besteht. CD-I Player basieren wie die ersten Amiga-Systeme und CISC-Apple Rechner auf dem Motorola 68000 Prozessor. Als Betriebssystem benutzt der CD-I Player Microware OS/9 Realtime. Neben interaktiven CD-I Spiele- oder Lernsoftware können die Player auch AudioCDs, Kodak-Photo-CDs und mit dem FMV-Modul (Full Motion Video) auch Video-CDs abspielen.
 
CD-Pressung siehe CD-Herstellung
CD-Poduktion siehe CD-Herstellung
CD-R Compact Disc Recordable
Eine CD-R, auch "Rohling" genannt, kann nur einmal beschrieben werden. Löschen oder Ändern des Inhaltes einer CD-R ist nach Abschluß der CD-R nicht mehr möglich. Hierauf lassen sich entweder 650 MB Daten, 74 min. Tonspuren oder 700 MB Daten, 80 min. Tonspuren brennen.
CD-R Bedruckung Farbige Bedruckung eines CD-R Rohlings
Der CD-R Rohling wird im Siebdruckverfahren bedruckt. Alternative Druckmethoden, wie zum Beispiel der Thermotransfer-, Thermoretransfer- oder der Tintenstrahldruck sind bei sehr kleinen Auflagen möglich. Es ist jedoch sehr ratsam, die eigenen Qualitätsansprüche mit den Ergebnissen alternativer Druckverfahren, bereits im Vorfeld abzuklären.
CD-ROM Compact Disc Read Only Memory
Ein Massenspeicher, der sich z.B. als Datenträger für Nachschlagewerke eignet. Eine CD-ROM kann normalerweise bis zu 682 MByte speichern, besteht aus Kunststoff und wird mit einem Laserstrahl beschrieben und gelesen.
CD-ROM XA CD-Format von 1989 für Extended Architekture - basiert auf Mode 2
Die Kombination aus Yellow- und Green Book, um Audio und Videodateien für den PC zugänglich zu machen. Man unterscheidet zwei Formen: Form 1: z.B. Photo CD, Form 2: z.B. Video-CD.
CD-RW Compact Disc ReWritable
Eine CD-RW kann bis zu tausend mal neu beschrieben werden. Löschen und Ändern des Inhaltes ist ebenfalls möglich.
CD-Standards Siehe CD-Formate
CMYK Farbmodell
CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schlüsselfarbe). Dabei handelt es sich um ein subtraktives Farbmodell, welches bei Druckverfahren (z.B. Offsetdruck) eine Rolle spielt. Damit unterscheidet es sich vom RGB-Farbmodell.
Cover Card CD- oder DVD Einlage
Hierbei handelt es sich um die einfachste Form einer Einlage, das im klappbaren Teil der Jewelbox vorn eingeschoben wird. Die CD-Cover Card ist immer 2-seitig.
CTP Belichtungsverfahren – engl. Abkürzung für die Bezeichnung „Computer to Plate“
CTP ist ein spezielles Belichtungsverfahren, bei dem die Druckplatten direkt im Plattenbelichter erstellt werden. Film- und Montagekosten fallen für den Kunden nicht mehr an.
Disk-at-Once Brennverfahren
"Disk-at-Once" ist eine Methode des Schreibens, bei der die Tracks in einem Prozess auf die CD-R geschrieben werden. Eine neue Positionierung des Laserstrahl ist also nicht nötig, da der Brennvorgang einer CD-R ohne Unterbrechung abgeschlossen wird.
Euroskala Bezeichnung für Farbmodell CMYK
Ein Farbdruck mit CMYK-Farben wird auch als Druck nach Euroskala bezeichnet. Der Ursprung der Bezeichnung kommt aus der früheren Europaskala, an der sich die Euroskala farblich orientiert. Die neue Bezeichnung kommt umgangs- sprachlich aus den USA, wo man den Begriff Euroscale für den europäischen Offsetdruck gebraucht. Die korrekte Bezeichnung für die umgangssprachliche Euroskala ist die ISO-Skala. Diese bezieht sich auf die Normierung ISO 2846, welche die Eigenschaften dieser Farben für Farblieferanten definiert.
GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte
Die GEMA ist die deutsche "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte". Als staatlich anerkannte Treuhänderin verwalten Sie die Nutzungsrechte der Musikschaffenden.
Zwei wesentliche Aufgaben erfüllt die GEMA:
  Die GEMA hilft Ihnen, alle Rechte zur Musiknutzung unkompliziert zu erwerben.
  Anschließend leitet die GEMA die eingenommenen Lizenzbeiträge an die Komponisten, Textdichter und Musikverleger weiter.

Die GEMA macht übrigens keinen Gewinn. Die Einnahmen schüttet die GEMA nach Abzug der Verwaltungskosten an die in- und ausländischen Urheber, deren Werke aufgeführt wurden, aus.
Glasmaster siehe Mastering
Green Book CD-Format von 1986 für CD-I Standard = Compact Disc
HKS Industrieller Farbstandard
Warenzeichen von Hostmann-Steinberg, K+E, Schminck
Anerkannter Farbstandard in der Industrie.
Inlaycard CD- oder DVD Einlage
damit ist die üblicherweise nur einseitig bedruckte Einlegekarte gemeint, die sich innerhalb der hinteren Hälfte der JewelBox befindet und an der rechten und linken Seite der Hülle umgeknickt ist und auch die schmale Seite der Hülle ausfüllt.
Iso-Skala Siehe Euroskala
Jewelbox CD-Hülle
Die Jewelbox ist eine dreiteilige CD-Hülle. Sie besteht aus einem Vorderteil (in dem eine CoverCard oder ein Booklet eingeschoben werden kann), aus einem Hinterteil (kann mit InlayCard bestückt werden) und dem Tray, auf dem die CD befestigt wird.
Konfektionierung zusammenführen
Bei diesem Arbeitsgang werden auf Kundenwunsch die Drucksachen, die CD und die Jewelbox (oder Papiertüten, oder Kartonstecktasche, etc.) maschinell zusammengeführt und eingeschweißt.
Leporello CD- oder DVD Einlage
Jewelbox-Einlage, das im Gegensatz zum Booklet nicht in der Mitte geheftet wird, sondern wie eine Ziehharmonika gefaltet ist.
Master CD-R Ausgangsbasis für das Glasmastering
Diese CD-R wird vom Kunden an den CD-Hersteller gesendet. Diese CD-R dient als Grundlage für alle nachfolgenden Arbeitsschritte bei der CD-Herstellung. Da diese Daten auf einer CD-R angeliefert werden, können Daten nicht mehr verändert werden. Siehe auch Glasmastering.
Mastering Verfahren zur Herstellung des Glasmasters
Für die CD-Pressung wird ein Presswerkzeug benötigt. Zuerst werden die von den Kunden gelieferten Daten ausgelesen und auf gewisse Spezifkationen hin überprüft (Achtung: es wird kein Virencheck durchgeführt). Danach wird auf eine Glasplatte eine fotoempfindliche Schicht (Coating) aufgedampft. Diese Schicht wird mit einem Laser lithografiert (auf deutsch belichtet). Dann wird die Glasscheibe geätzt, wobei alle vorher belichteten Stellen ausgespült werden. Somit entstehen Erhöhungen und Vertiefungen auf der Schichtoberfläche, welche die gelieferten Daten des Masters enthalten. Von diesen Glasmaster wird dann wiederum ein Negativ erstellt, in dem man einen Abdruck (flüssiges Metall wird auf den Glasmaster aufgebracht) nimmt. Daraus wird dann wieder ein Positv erstellt bevor letzlich das Presswerkzeug hergestellt werden kann. Der gesamte Prozess wird in Reinraumklasse 10 durchgeführt, da sonst winzigste Partikel spätere Fehler auf der CD erzeugen.
Offsetdruck Druckverfahren
Mit diesem Druckverfahren werden CDs und DVDs bedruckt. Die Qualität, bzw. die Auflösung ist im Vergleich zum Siebdruck wesentlich besser und höher. Der Offsetdruck erfolgt im 60-iger Raster und ist somit optimal für Bilder und Farbverläufe. Die druckenden Stellen auf der Druckplatte sind hydrophob (wasserabstoßend), aber lipophil (fettfreundlich). Die Druckfarbe ist fetthaltig und wird nur von den lipophilen Stellen angenommen. Die nichtdruckenden Stellen nehmen Wasser an und stoßen daher die Farbe ab. Das Druckbild wird erst an einen Gummizylinder abgegeben und von diesem auf den Datenträger. Man bezeichnet es daher auch als ein indirektes Druckverfahren. Dieses Verfahren kann nur bei der CD-ROM Pressung zum Einsatz kommen, da der CD-R Rohling bei der Bedruckung im Offsetdruck an seiner empfindlichen Dye-Schichtseite beschädigt würde.
Orange Book CD-Format von 1989
Definition des CD-R und CD-RW Standards
osmaa Firmenname
osmaa steht für optische Speichermedien Andrea Albrecht.
PhotoCD CD-Format von 1990 für eine Photo-CD
Format zum Speichern von digitalen Photos auf einer CD. Diese wurde von der Firma Kodak entwickelt. Die Bilddaten liegen pro Bild in fünf verschiedenen Auflösungen für Bildschirm- oder Druckausgabe vor.
Pre-Master CD-R Ausgangsbasis für das Glasmastering
Siehe auch Premastering.
Premastering Verfahren zur Herstellung des Pre-Master
Beim Premastering werden die von den Kunden angelieferten Daten, welche z.B. auf Wechsel-/Festplatte oder Cartridge, in ein Format überführt, die im Glassmastering weiterverarbeitet werden können. Dieser Schritt umfaßt die Formatierung nach Yellow Book, Red Book oder einem anderen Format. Resultat des Premasterings ist ein Datenträger, dessen Inhalt genau dem der zu vervielfältigenden CD entspricht.
Red Book CD-Format von 1980 für eine Audio-CD = CDDA = Compact Disc Digital Audio
In diesem Buch sind die Standards für die Audio-CD festgelegt. Es stehen 2352 Bytes/Sektor zur Verfügung. Lediglich 784 Bytes für die Fehlererkennung und 98 Bytes für die Verwaltung werden benötigt.
Siebdruck Druckverfahren
Mit diesem Druckverfahren werden CDs und DVDs bedruckt. Beim Siebdruck wird mit einem perforierten Sieb, welches auf einen Rahmen gespannt wird, gedruckt. Die Farbe wird in die Siebschablone hineingepumpt und mit Hilfe einer Rakel durch die offenen Maschen des Siebes auf das zu bedruckende Trägermaterial aufgedruckt. Pro Farbauftrag benötigt man eine Schablone und ein Farbwerk.
Track Engl. Bezeichnung für Spur auf einem Datenträger
Die Audio-CD, die Daten-CD oder dieVideo-CD besteht aus meist verschiedenen Tracks. Diese können z.B. Musik oder Daten enthalten. Jeder Musiktitel auf einer CD entspricht somit einem Track.
Track-at-Once Brennverfahren
" Track-at-Once" ist eine Methode des Schreibens, bei der die Tracks einzeln auf die CD-R geschrieben werden. Dieses Verfahren erlaubt daher das Beschreiben einer CD-R in mehreren Durchgängen. Hierbei entsteht zwischen den einzelnen Tracks eine Pause, da der CD-Brenner den Laserstahl wieder in Position bringen muss. Um die sehr genaue und schnelle Positionierung zu ermöglichen, schreibt der Brenner nach jedem Track einen „Run-Out-Block“ und bei jedem angefangenen Track einen „Run-In-Block“. Durch diesen Prozess kann es beim Übergang zwischen zwei Tracks zu einem leichten Knachsen beim Abspielen kommen, allerdings unterdrückt heute moderne Recordertechnik dieses Geräusch.
Tray Teil einer Jewelbox
Auf dem Tray wird die CD mit dem Mittelloch fixiert. Mit einem leichten Fingerdruck, auf den mittleren Befestigungsring, springt die CD aus der Fixierung und kann somit entnommen werden.
White Book CD-Format von 1993 für Video-CD
In diesem Buch sind die Standards für die Video-CD festgelegt. Das Video-CD-Format, speichert komprimierte Videodaten (MPEG1 komprimiert) und Audiodaten (ADPCM komprimiert).
Yellow Book CD-Format von 1983 für eine CD-ROM = Daten-CD
In diesem Buch sind die Standards für die CD-ROM festgelegt. Man unterscheidet zwei verschiedene Modi:
  Mode 1 - in diesem Modus stehen nur 2048 Bytes/Sektor zur Verfügung. Der Speicherplatz wird hier aufgebraucht für Fehlerkorrekturen und Ansprechbarkeit jedes einzelnen Sektors. Die Fehlerwahrscheinlichkeit liegt 1:1000 Gigabyte. Mode 1 entspricht der gängigen Daten-CD.
  Mode 2 - in diesem Modus stehen 2336 Bytes/Sektor zur Verfügung. Zu Gunsten der Lesegeschwindigkeit wird hier auf die Fehlerkorrektur verzichtet. Der Speicherplatz wir hier nur für die Ansprechbarkeit der Sektoren gebraucht. Die Fehlerwahrscheinlichkeit liegt 1:100 MB.
 
     
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